Die Ökologische NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR) ist eine Institution des NABU Niedersachsen mit Sitz in Bremervörde. Die Station unterstützt vor Ort die Landkreise Rotenburg und Stade in ihrer Schutzgebietsbetreuung. Ihre Kernaufgaben sind vor allem die Erfassung von Tier- und Pflanzenarten, die Initiierung, Planung, Durchführung und Erfolgskontrolle von Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen sowie die Planung und Durchführung von Artenschutzmaßnahmen.
Der Braken ist ein FFH- und Naturschutzgebiet südlich von Harsefeld. Der artenreiche Laubwaldbestand beherbergt eine der wenigen Vorkommen des Feuersalamanders im Landkreis Stade.
Der Wald ist gleichzeitig ein attraktives Erholungsgebiet, das von zahlreichen Radfahrern, Walkern, Joggern etc. genutzt wird. Seit einigen Jahren kommt es immer wieder zu Todfunden von Feuersalamandern auf dem Hauptweg. Diese wurden insbesondere von Rad- und Autofahrern überfahren oder von Sparziergängern, Joggern und anderen Erholungssuchenden und Nutzern versehentlich totgetreten.
Zum Schutz des Salamanders und anderer Amphibien stellen unsere ÖNSOR-Kolleginnen und -Kollegen unter der Leitung von Sarina Pils in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzamt Stade, dem Forstamt Harsefeld sowie ehrenamtlichen Helfern des NABU Stade seit mehreren Jahren im Frühjahr/Frühsommer einen mobilen Amphibienzaun auf. Dieser wird täglich kontrolliert und wissenschaftlich begleitet. Dabei fand die ÖNSOR heraus, dass die Salamander nicht nur im Frühjahr auf ihrem Weg zu ihren Fortpflanzungsgewässern die Wege kreuzen, sondern im gesamten Jahresverlauf und somit ganzjährig der Gefahr des Überfahrens und Tottretens ausgesetzt sind. Es ist also nötig, ganzjährig Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
In der letzten März-Woche 2025 war es wieder soweit. 16 Helfer von ÖNSOR und NABU Stade waren im Braken aktiv und stellten Fangzäune und Auffangvorrichtungen auf. Diese müssen mindestens bis ca. Juni täglich kontrolliert und dokumentiert werden. Eine ständige Errichtung mobiler Zäune ist auf Sicht allerdings wegen des sehr hohen Aufwandes nicht machbar! Daher sind Sarina Pils und ihr ÖNSOR-Team sowie die weiteren Beteiligten froh darüber, dass es gelungen ist, in den vergangenen Monaten auf einem anderen Teilstück eine stationäre Amphibieneinrichtung fest zu installieren. Diese Baumaßnahme ermöglicht es den Amphibien, durch Tunnel die Wege sicher zu queren. Geplant ist die Fortsetzung des Baus, wobei die Finanzierung noch unsicher ist. Eine dauerhafte Leiteinrichtung ist notwendig, da Feuersalamander auch im weiteren Jahresverlauf die Wege kreuzen und andererseits das Errichten von mobilen Zäunen enorm aufwendig ist!
Foto-Impressionen der gemeinsamen Aktion von ÖNSOR und NABU Stade im März 2025
(Ein Klick auf ein Foto vergrößert dieses. Fotos: ÖNSOR, Gabriele Kaiser/NABU Stade, Elsbeth Brandes )
Und hier eine Auswahl des Erfolges eines Tages:
(Ein Klick auf ein Foto vergrößert dieses. Fotos: Cornelius Zinnow)